Domino API-Engine · Automatisierung · Integration · Replikation

Domino API-Engine

Die Domino API-Engine von SL Net-Solutions ist eine leistungsfähige Automatisierungs- und Integrationsplattform für HCL Domino. Sie wurde entwickelt, um wiederkehrende Prozesse, Datenimporte, Exporte, Synchronisationen, Replikationsszenarien und komplexe Schnittstellen zuverlässig und performant auszuführen.

Im Mittelpunkt stehen Aufgaben, die mit Standardwerkzeugen oder reinem LotusScript nur schwer, langsam oder kaum wartbar umzusetzen wären: große Datenmengen, komplexe Geschäftslogik, gewachsene Domino-Datenstrukturen, externe Systeme und hohe Anforderungen an Nachvollziehbarkeit, Stabilität und Datenqualität.

Die Engine kann zeit- oder ereignisgesteuert arbeiten und Domino-Datenbanken ebenso verarbeiten wie externe Datenquellen, Dateisysteme, SQL-Datenbanken, Webschnittstellen und strukturierte Austauschformate.

Mehr als Import und Export

Kontrollierte Verarbeitung von Domino-Daten

Die API-Engine ist nicht nur ein Werkzeug für einfache Datenübertragung. Sie kann Domino-Dokumente kontrolliert lesen, verändern, erzeugen, synchronisieren und replizieren — auch dann, wenn die beteiligten Datenbanken keine klassischen Domino-Repliken voneinander sind.

Dadurch lassen sich Szenarien umsetzen, die mit der Standard-Replikation von Domino nicht oder nur mit erheblichen Einschränkungen möglich wären.

Besonders nützlich ist die Engine dort, wo Domino-Systeme über viele Jahre gewachsen sind und integriert, erweitert oder migriert werden müssen, ohne die Kontrolle über Datenstrukturen, lokale Felder, Links und Geschäftslogik zu verlieren.

Typische Aufgaben

  • Selektive Replikation zwischen Domino-Datenbanken
  • Replikation auf Basis Notes-kompatibler Selection-Formulas
  • Synchronisation zwischen Datenbanken mit unterschiedlicher Replica-ID
  • Lokalisierung von Dokument-, Ansichts- und Datenbanklinks
  • Erhalten oder Ausschließen bestimmter Felder während der Replikation
  • Dokumentgenaue Transformation während der Übertragung
  • Erzeugen, Ändern und Entfernen von Feldern in Zieldokumenten
  • Fehlerstatistiken und nachvollziehbare Ergebnisprotokolle

Selektive Domino-Replikation

Replikation jenseits der Standard-Domino-Replikation

Eine zentrale Fähigkeit der Engine ist die kontrollierte Replikation zwischen Domino-Datenbanken — auch dann, wenn diese nicht dieselbe Replica-ID besitzen.

Die Replikation kann über Zugriffsrechte, Note-Klassen und Notes-kompatible Selection-Formulas eingeschränkt werden. Zusätzlich können Feld-Ausnahmen definiert werden, sodass bestimmte lokale Felder in der Zieldatenbank geschützt bleiben.

Das ist besonders nützlich, wenn zwei Datenbanken ähnliche oder zusammengehörige Dokumente enthalten, lokale technische Felder, Statusfelder oder standortspezifische Informationen aber nicht überschrieben werden dürfen.

Formelbasierte Auswahl

Dokumente können über Notes-kompatible Selection-Formulas ausgewählt werden, wodurch sehr genau gesteuert werden kann, was repliziert wird.

Feld-Ausnahmen

Bestimmte Felder können in einer Datenbank erhalten bleiben, auch wenn Dokumente mit einer anderen Datenbank synchronisiert werden.

Unterschiedliche Replica-IDs

Datenbanken müssen keine klassischen Domino-Repliken sein. Die Engine kann zusammengehörige Datenbanken mit unterschiedlichen Replica-IDs synchronisieren.

Hohe Kontrolle über den Replikationsprozess

Für Replikations- und Transformationsläufe liefert die Engine detaillierte Ergebniswerte zurück, zum Beispiel:

  • Anzahl aktualisierter Dokumente
  • Anzahl neu erstellter Dokumente
  • Anzahl gelöschter Dokumente
  • Getrennte Statistiken je Datenbank
  • Optionale Fehlerstatistiken
  • Fehler bei Update-, Create-, Delete- oder Transformationsvorgängen

Damit sind automatisierte Prozesse nicht nur ausführbar, sondern auch kontrollierbar, messbar und auswertbar.

Gerade bei produktiven Hintergrundprozessen, Migrationen oder geschäftskritischen Datenflüssen ist diese Nachvollziehbarkeit entscheidend.

Selektive Domino-Replikation mit der API-Engine Zwei Domino-Datenbanken mit unterschiedlichen Replica-IDs werden über die API-Engine mit Formeln, Feld-Ausnahmen, Link-Lokalisierung und detaillierten Ergebnisstatistiken synchronisiert. DB 1 Replica-ID A DB 2 Replica-ID B API-ENGINE kontrollierte Replikation Selection Formula ausgewählte Notes replizieren Feld-Ausnahmen lokale Felder erhalten Link-Lokalisierung Doc · View · DB Links Ergebnisstatistik Update · Create · Delete Replikation ohne gemeinsame Replica-ID kontrolliert, selektiv, nachvollziehbar und messbar

Push-and-Replace

Replikation mit Transformation

Mit der Push-and-Replace-Logik werden Dokumente nicht nur übertragen, sondern können während des Übertragungsprozesses gezielt transformiert werden.

Die Engine kann in Listenfeldern nach Schlüsseln suchen, korrespondierende Werte aus zugehörigen Feldern entnehmen und diese in definierte Zielfelder schreiben. Wird ein Schlüssel nicht gefunden, können Default-Werte oder Default-Felder verwendet werden. Technische Hilfsfelder können anschließend automatisch entfernt werden.

Dadurch lassen sich komplexe Feldtransformationen direkt innerhalb des Replikationsprozesses durchführen.

Typische Einsatzbereiche

  • Überführung alter Feldstrukturen in neue Feldmodelle
  • Migration von Listenwerten in normalisierte Zielfelder
  • Ableitung neuer Felder aus Key-/Value-Strukturen
  • Bereinigung technischer Hilfsfelder nach der Übertragung
  • Kontrollierte Datenübernahme mit Fallback-Werten
  • Feldgenaue Anpassung während einer Datenbankmigration

Erweiterbar konzipiert

Eigene Funktionen, Datentypen und Schnittstellen

Die Domino API-Engine ist auf Erweiterbarkeit ausgelegt. Zusätzliche Schnittstellen und Verarbeitungslogik können über eine eigene Erweiterungs-API in die Engine integriert werden.

Technisch geschieht dies durch neue Engine-Funktionen und Datentypen. Diese Erweiterungen können anschließend direkt in Engine-Skripten verwendet werden — ähnlich wie eingebaute @Functions.

Dadurch lassen sich spezialisierte Systeme, proprietäre Datenquellen oder kundenspezifische Geschäftslogik anbinden, ohne die Grundarchitektur der Engine verändern zu müssen.

Was das praktisch bedeutet

  • Neue Schnittstellen können als Engine-Funktionen ergänzt werden
  • Eigene Datentypen können externe oder spezielle Strukturen abbilden
  • Externe Systeme lassen sich ohne fest verdrahtete Einzellogik integrieren
  • Projektspezifische Erweiterungen bleiben wiederverwendbar und wartbar
  • Die Engine kann mit bestehenden Domino-Umgebungen und neuen Anforderungen wachsen
@CustomFunction(…)
@ImportFromExternalSystem(…)
@TransformSpecialDataType(…)
@WriteToDomino(…)

Technischer Ansatz

Eine stabile Laufzeitumgebung, nicht nur eine Sammlung einzelner Skripte

Die API-Engine ist nicht als lose Sammlung einzelner Skripte konzipiert, sondern als stabile Laufzeitumgebung für wiederkehrende, nachvollziehbare und kontrollierbare Prozesse.

Sie nutzt ein eigenes Verarbeitungsmodell, das speziell auf große Datenmengen und Domino-spezifische Anforderungen ausgelegt ist. Daten können vorbereitet, zwischengespeichert, transformiert und anschließend kontrolliert in Domino-Datenbanken geschrieben werden.

Gerade bei großen NSF-Datenbanken, sehr vielen Dokumenten, komplexen Feldstrukturen, MIME-Inhalten, Anhängen oder Replikationsszenarien ist dieser Ansatz deutlich leistungsfähiger und besser kontrollierbar als klassische Einzelverarbeitung über LotusScript-Agenten.

Leistungsmerkmale

Kernfunktionen der Domino API-Engine

Zeit- und ereignisgesteuerte Verarbeitung

Prozesse können geplant, wiederholt oder durch bestimmte Ereignisse ausgelöst werden.

High-Speed-Dokumentverarbeitung

Optimierte Verarbeitung großer Datenbestände, auch in umfangreichen NSF-Datenbanken.

Eigenes Speicher- und Dokumentmodell

Daten können kontrolliert vorbereitet, transformiert und in Domino-Datenbanken geschrieben werden.

Selektive Domino-Replikation

Replikation kann über Formeln, Rechte, Note-Klassen und individuelle Parameter gesteuert werden.

Replikation ohne gemeinsame Replica-ID

Datenbanken müssen keine klassischen Domino-Repliken voneinander sein.

Link-Lokalisierung

Dokument-, Ansichts- und Datenbanklinks können für die jeweilige Zieldatenbank angepasst werden.

Feld-Ausnahmen und Feldschutz

Bestimmte Felder können je Datenbank erhalten und vor Überschreiben geschützt werden.

Transformation während der Übertragung

Felder können während der Replikation erzeugt, ersetzt, abgeleitet oder entfernt werden.

Unterstützung von Selection-Formulas

Notes-kompatible Selection-Formulas ermöglichen eine präzise Steuerung der verarbeiteten Dokumente.

Unterstützung von Note-Klassen

Die Verarbeitung kann auf Dokumente, Designelemente, Ansichten, Masken, ACL-Notes und mehr eingeschränkt werden.

Fehler- und Ergebnisstatistiken

Update-, Create-, Delete- und Transformationsvorgänge können getrennt ausgewertet werden.

Erweiterbare Engine-API

Eigene Funktionen, Datentypen und Schnittstellen können über die Erweiterungs-API der Engine ergänzt werden.

Datenquellen und Zielsysteme

Integration mit Domino und externen Systemen

Je nach Projekt kann die Engine unterschiedliche Systeme, Formate und Datenquellen integrieren. Dadurch eignet sie sich für Migration, Synchronisation, produktive Hintergrundprozesse und individuelle Schnittstellen.

  • HCL Domino / Notes-Datenbanken
  • SQL-Datenbanken
  • REST- oder HTTP-basierte Schnittstellen
  • CSV, XML und andere strukturierte Dateien
  • MIME- und Maildaten
  • EDIFACT
  • ZUGFeRD und elektronische Rechnungsformate
  • Dateisysteme und Austauschverzeichnisse
  • Individuelle Fachanwendungen

Typische Situationen

„Diese Domino-Datenbank enthält große Mengen historischer Daten, die regelmäßig verarbeitet werden müssen.“
„Eine alte Schnittstelle funktioniert noch, ist aber kaum dokumentiert und schwer wartbar.“
„Daten müssen konsistent zwischen Domino und einem SQL- oder Websystem synchronisiert werden.“
„Ein LotusScript-Agent ist für die Datenmenge zu langsam oder zu instabil geworden.“
„Zwei Datenbanken müssen synchronisiert werden, obwohl sie keine Repliken voneinander sind.“
„Daten müssen während der Übertragung transformiert, bereinigt oder in neue Feldstrukturen überführt werden.“

Nutzen für Unternehmen

Robuste Lösungen für reale Domino-Umgebungen

Mit der API-Engine lassen sich bestehende Domino-Infrastrukturen gezielt erweitern, ohne funktionierende und weiterhin geschäftskritische Systeme vorschnell ersetzen zu müssen.

Daten bleiben nutzbar, Prozesse werden stabiler, Schnittstellen besser nachvollziehbar und große Datenmengen leichter kontrollierbar.

Das Ergebnis sind robuste, wartbare und leistungsfähige Lösungen für reale Domino-Landschaften — insbesondere dort, wo Standardsoftware nicht ausreicht.